IGS Kastellaun

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In Papierform Anfang 11 ausgegebene Schülermappe

Regelungen aus der Schulordnung zur Leistungsfeststellung

In der Schulordnung sind klare Regelungen zur Leistungsfeststellung und Leistungsbeurteilung formuliert.

Um einen Überblick zu erhalten werden im Folgenden wichtige Regelungen in Auszügen dargestellt:

Schulordnung für die öffentlichen Realschulen plus, Integrierten Gesamtschulen, Gymnasien, Kollegs und Abendgymnasien (Übergreifende Schulordnung) vom 12. Juni 2009

 Auszüge:

§ 50 Grundlagen der Leistungsfeststellung und Leistungsbeurteilung

(1) Leistungsfeststellung und Leistungsbeurteilung werden gemäß § 25 Abs. 1 SchulG durch die pädagogische Verantwortung und die Freiheit der Lehrkraft bestimmt. Leistungen von Schülerinnen und Schülern sind als Schritte und Resultate im Lernprozess zu sehen.

(2) Bei der Leistungsfeststellung und der Leistungsbeurteilung sind vielfältige mündliche, schriftliche und praktische Beiträge zu berücksichtigen. Alle zur Leistungsfeststellung herangezogenen Arbeitsformen müssen im Unterricht geübt worden sein.

(3) Die Leistungsbeurteilung erfolgt punktuell oder epochal. Die Anzahl der Leistungsbeurteilungen kann bei den einzelnen Schülerinnen und Schülern unterschiedlich sein.

§ 51 Hausaufgaben

(3) Hausaufgaben werden in der Regel im Unterricht besprochen und zumindest stichprobenweise überprüft. Ein schriftliches Abfragen der Hausaufgaben darf sich höchstens auf die Hausaufgaben der letzten beiden Unterrichtsstunden beziehen und nicht länger als 15 Minuten, in der gymnasialen Oberstufe nicht länger als 30 Minuten dauern.

§ 52 Klassen- und Kursarbeiten, schriftliche Überprüfungen

(3) Die Klassen- oder Kursarbeiten eines Fachs sind entsprechend dem Fortgang des Lernprozesses gleichmäßig auf das Schuljahr zu verteilen. Zu Beginn des Schulhalbjahres wird bekannt gegeben, in welchen Zeiträumen voraussichtlich Klassen– oder Kursarbeiten vorgesehen sind.

(4) In Fächern, in denen keine Klassen- oder Kursarbeiten vorgesehen sind, kann in jedem Schulhalbjahr eine schriftliche Überprüfung angesetzt werden. Die schriftliche Überprüfung erstreckt sich höchstens auf die Unterrichtsinhalte der letzten zehn Unterrichtsstunden, darf bis zu 30 Minuten dauern und nicht in den letzten vier Wochen vor der Zeugniskonferenz geschrieben werden. In Fächern, in denen Klassen- oder Kursarbeiten vorgesehen sind, sind schriftliche Überprüfungen nicht zulässig.

(5) Mehr als insgesamt drei Klassen- oder Kursarbeiten oder schriftliche Überprüfungen an sechs aufeinander folgenden Kalendertagen dürfen nicht gefordert werden.

(6) An einem Unterrichtstag darf nur eine Klassen- oder Kursarbeit oder schriftliche Überprüfung gefordert werden.

(9) Zwischen der Rückgabe einer benoteten Klassen- oder Kursarbeit und der nächsten Klassen- oder Kursarbeit in dem selben Fach müssen mindestens zwei Unterrichtswochen liegen, damit den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit der Leistungsverbesserung gegeben ist.

(10) Die Rückgabe einer Klassen- oder Kursarbeit oder schriftlichen Überprüfung erfolgt innerhalb angemessener Frist.

§ 56 Bekanntgabe der Leistungsbeurteilung, Rückgabe von Arbeiten der Schülerinnen und Schüler

(1) Die Schülerinnen und Schüler haben das Recht auf Auskunft über ihren Leistungsstand, auf Bekanntgabe der Bewertungsmaßstäbe und auf Begründung der Noten.

(2) Bei Klassen-, Kursarbeiten und schriftlichen Überprüfungen wird die Notenverteilung (Notenspiegel) mitgeteilt. Noten für mündliche Leistungsnachweise werden bis zum Ende der Unterrichtsstunde oder in der nächsten Unterrichtsstunde bekannt gegeben. Epochalnoten sind nach Abschluss der Unterrichtseinheit mitzuteilen.

Ergänzende Erläuterungen zur Leistungsfeststellung

Die MSS-Konferenz hat die Regelungen zur Leistungsfeststellung in folgenden Punkten ergänzt:

 Erläuterungen zu einzelnen Punkten der Schulordnung (MSS-Konferenz)

 Andere Leistungsnachweise (AL)

epochal

punktuell

Beiträge zum Unterrichtsgespräch

Diskussionsbeiträge

mündlicher Vortrag

mündliches Abfragen von Hausaufgaben

 

schriftliches Abfragen der Hausaufgaben (HÜs)

mündliche Überprüfung

Unterrichtsprotokoll

mündlicher Vortrag (Kurz-Referat)

schriftliche Ausarbeitungen (z.B. Hausaufgabe oder Kurzreferat oder Erstellung eines Papers zum Kurzreferat u.a.)

Epochalnote

Besprechung und Bekanntgabe der Epochalnote nach jeder Unterrichtseinheit, so dass im Laufe eines Halbjahres nach Möglichkeit 2 bis 3 Epochalnoten vorliegen.

Gewichtung der Anderen Leistungsnachweise (AL)

Die Epochalnote muss mindestens mit 50% in die AL-Note einfließen.

 

Beurteilungskriterien für mündliche Mitarbeit

Als Anhaltspunkte zur Beurteilung der mündlichen Mitarbeit sollen folgende Kriterien herangezogen werden (Besprechung auf der MSS-Konferenz)

 

Beurteilungskriterien für mündliche Beiträge (Epochalnote)

in Anlehnung an § 53 (Leistungsbeurteilung) der SO

 

sehr gut:                     kontinuierliche, beständige Mitarbeit; Beiträge gehen gezielt auf die Fragen des Lehrers und die Äußerungen der Mitschüler ein, tragen zum Fortgang des Un­terrichts wesentlich bei und geben wichtige Impulse; Fähigkeit, komplexe, grö­ßere Zusammenhänge sachgerecht und umfassend zu erläutern, zu erklä­ren und zu bewerten; ausgeprägte sprachliche Darstellungsfähigkeit; sprachli­che Darstellung korreliert mit den darzustellenden Sachverhalten / Gedanken­gängen; Treffsicher­heit im Ausdruck; sichere, gezielte, angemessene Ver­wendung der Fachspra­che unter Einbezug der entsprechenden Fachtermini; die Leistungen entspre­chen den Anforderungen in be­sonderem Maße.

 

gut:                              kontinuierliche, beständige Mitarbeit; Beiträge gehen auf die Fragen des Leh­rers und die Äußerungen der Mitschüler ein und geben Impulse für die weite­ren Gang des Unterrichts; Fähigkeit, fachliche Zusammenhänge sachgerecht zu erläutern, zu erklären und zu bewerten; den Sachverhalten / Gedankengän­gen angemessene sprachliche Darstellungsfähigkeit; große Bandbreite sprach­licher Ausdrucks­möglichkeiten, gezielte Verwendung von Fachausdrücken; die Leistungen entsprechen den An­forderungen voll.

 

befriedigend:              kontinuierliche Mitarbeit, die durchaus auch „Auszeiten“ aufweisen darf; Bei­träge gehen auf die Fragen des Lehrers ein und berücksichtigen die Äußerun­gen der Mitschüler; fachliche Zusammenhänge werden in Grundzügen erläu­tert, erklärt und bewertet; Fähigkeit, überschaubare Sachzusammenhänge / Gedankengänge in angemessener sprachlicher Form darzustellen, im allge­meinen Sicherheit bei der Verwendung der Fachsprache; die Leistungen ent­sprechen den Anfor­derungen im allgemeinen.

 

ausreichend:               punktuelle Mitarbeit; Beiträge gehen meist nur auf die Fragen des Lehrers ein; es werden lediglich Aspekte fachlicher Zusammenhänge erläutert, erklärt und bewertet; Unsicherheiten im allgemein- und fachsprachlichen Darstellungs­vermögen; häufig können lediglich kleinere überschaubare Zusammenhänge dargestellt werden; Äußerungen gehen auch bei der Darstellung komplexer Zusammenhänge über zwei bis drei Sätze meist nicht hinaus; die Leistungen weisen zwar Mängel auf, entsprechen im ganzen aber noch den Anforderungen.

 

mangelhaft:                punktuelle, sporadische Mitarbeit, häufig nur nach gezielter Ansprache; fachli­che Zusammenhänge können nur in Ansätzen sachgerecht erläutert und erklärt werden; meistens „Ein-Wort-Antworten“; Mängel und Lücken im allgemein- und fachsprachlichen Darstellungsvermögen; die Leistungen entsprechen den Anforderungen nicht, es ist je­doch zu erkennen, dass die notwendi­gen Grundkenntnisse vorhanden sind und die Mängel in absehbarer Zeit behoben werden können.

 

ungenügend:               keine Bereitschaft zur aktiven Teilnahme am Unterricht erkennbar; große Mängel im allgemein- und fachsprachlichen Darstellungsvermögen; Leistun­gen, die gezielt abverlangt werden, entsprechen den Anforderungen nicht. Grundkenntnisse sind so lückenhaft, dass die Mängel in absehbarer Zeit nicht behoben werden können.