IGS Kastellaun

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Deutsche Meisterschaften Gerätturnen Mehrkampf Männer - Exkursion Sport LK 12

Der König der Gerätturner 2013 heißt abermals Fabian Hambüchen. Bei den Deutschen Meisterschaften im Mehrkampf in der Mannheimer Maimarkthalle setzte er sich gegen starke Konkurrenz mit einer Gesamtwertung von 88,650 Punkten durch. Es ist sein insgesamt siebter Titel.

Am Tag nach der Eröffnungsfeier des Internationalen Deutschen Turnfests 2013 fand in der Mannheimer Maimarkthalle das erste Highlight im Bereich Spitzensport statt. Als großer Favorit wurde im Vorfeld, unter anderem von Bundestrainer Andreas Hirsch, Fabian Hambüchen gehandelt. Marcel Nguyen hatte direkt nach den Europameisterschaften im April in Moskau angekündigt, dieses Jahr bei den Deutschen Meisterschaften nicht im Mehrkampf anzutreten.

 In der voll besetzten Halle war auch der Sport LK 12 der IGS Kastellaun unter den Zuschauern vertreten, um sich nach der erfolgreichen Turnprüfung im Dezember nun "Anschauungsunterricht" auf höchstem Niveau zu holen.

Titelverteidiger Fabian Hambüchen setzte am Boden mit einer Wertung von 14,800 Punkten ein Ausrufezeichen und unterstrich seine Ambitionen. Stärker war allerdings Bodenspezialist Matthias Fahrig, der mit 15,400 Punkten glänzen konnte.

Am zweiten Gerät, dem Pauschenpferd kamen alle Favoriten solide durch.

An die Ringe in der dritten Rotation ging zunächst Andreas Toba. Der Hannoveraner turnte 14,900 Punkte, die zu diesem Zeitpunkt beste Wertung an dem Gerät. Der spätere Sieger Hambüchen (14,800) folgte auf Toba und war mit seiner Vorstellung sichtlich zufrieden. Das war gut genug, um die Führung in der Gesamtwertung (mit 43,400 Punkten) vor Andreas Toba (42,950 Punkte) zu übernehmen.

Am Sprung musste Fabian Hambüchen vorlegen, was er auch tat. Die Freude war nach einem perfekten Sprung -  der 15,150 Punkte wert war, entsprechend groß. Matthias Fahrig (zu diesem Zeitpunkt auf Rang fünf in der Gesamtwertung) folgte und legte einen noch besseren Sprung (15,350 Punkte) hin, der dem Publikum einen Sonderapplaus wert war und mit dem er sich auf den dritten Platz katapultierte. Der Sprungspezialist konnte damit auch an diesem Gerät ins Finale einziehen. Andreas Toba setzte gerade auch für das Duell mit Hambüchen ein Zeichen. Mit 14,900 Punkten  untermauerte er seine Medaillenambitionen und blieb dem Führenden auf den Fersen.

Gerät fünf für die Top-Riege war der Barren. Hier war auch Marcel Nguyen wieder mit dabei, nachdem er den Sprung wie bereits zuvor den Boden und das Pauschenpferd ausgelassen hatte. Der für Stuttgart startende Turner beklatschte nach seinem gelungenen Abgang (14,950 Punkte) das Publikum.

Der Zweikampf um Platz drei zwischen Philipp Sorrer und Matthias Fahrig wurde am fünften Gerät zu einem direkten Duell. Beide turnten parallel an ihren Geräten, die nur wenige Meter auseinander lagen. Vor dem Gerät trennte die zwei nur ein Zehntel, vor dem letzten Gerät zog dann Philipp Sorrer (14,850 am Reck) wieder an Fahrig (14,350 am Barren) vorbei.

Andreas Toba musste am Barren beim Angang und vergab damit seine Chance auf den Mehrkampftitel und machte aus dem Zweikampf um den Titel ein Duell um Silber. Die beiden Anwärter auf den zweiten Platz trennten vor dem finalen Gerät lediglich 0,500 Punkte. Weil Fabian Hambüchen keine Schwäche (14,850 Punkte) zeigte, ging er mit deutlichem Vorsprung an sein letztes Gerät.

Matthias Fahrig begann am Reck und musste gegenüber Andreas Toba und Philipp Sorrer vorlegen. Mit 12,900 Punkten konnte er allerdings nur bedingt die vor ihm Liegenden unter Druck setzen. Philipp Sorrer (13,950 Punkte) zeigte am Boden keine Nerven und verabschiedete sich mit der Bronzemedaille.

Zu Platz zwei reichte es nicht, denn kurz nach Philipp Sorrer ging Andreas Toba ans Reck und legte einen tollen Abschluss hin (14,800 Punkte) mit dem er sich die Silbermedaille sicherte. Direkt danach machte Fabian Hambüchen mit seinem Reckauftritt alles klar und machte mit 15,250 Punkten seinen siebten Mehrkampftitel klar.

Besonders laut wurde es in der Halle bei Marcel Nguyens Auftritt an den Ringen. Der zweifache Silbermedaillengewinner wurde frenetisch empfangen und erturnte eine grandiose Wertung von 15,350 Punkten, die beste Wertung an den Ringen in der gesamten Konkurrenz. Er turnte nur zwei Geräte (Barren und Ringe), bei denen er jeweils das Einzelfinale erreichen konnte.

Mit seinem Sieg feierte Fabian Hambüchen den siebten Mehrkampftitel. Eine derartige Bilanz hatte zuvor einzig Eberhard Gienger geschafft. Der Erfinder des Gienger-Saltos hatte von 1972 bis 1976 sowie 1977 und 1978 ebenfalls insgesamt sieben Mehrkampftitel geholt.

„Am Reck habe ich versucht, eine sichere, saubere Übung zu turnen. Am Mittwoch (beim Reckfinale) werde ich dann das volle Programm zeigen“, versprach der frischgebackene Deutsche Mehrkampfmeister.

Auch Marcel Nguyen war mit seiner Leistung zufrieden: „Der Wettkampfverlauf an den zwei Geräten war insgesamt okay. Die Ringe gehen kaum besser, der Barren war in Ordnung. Ich hab die Zeit überzogen, weil ich die Uhr nicht gesehen habe.“

Ausverkaufte Halle in Bühl

Am Samstagabend, den 16.3.2013 waren die Schüler des Sport LK 12 Zeuge der Volleyballbundesliga Viertelfinal-Play-Off-Partie zwischen dem TV Bühl und dem Moerser SC.
Am Ende stand die Halle Kopf: 1700 Zuschauer feierten die letzten Punkte ihres TV Ingersoll Bühl gegen den Moerser SC in der ausverkauften Gropßsporthalle Bühl mit stehenden Ovationen. Mit 3:2 (22:25, 31:29, 25:18, 21:25, 15:8) setzten sich die Bühler „Bisons” am Samstagabend gegen die „Adler vom Niederrhein” durch und feierten damit den ersten Sieg auf dem Weg ins Play-off-Halbfinale.

Im Rahmen des Themas Spielbeobachtung hatten sich die Schüler des Sport LK nach Bühl aufgemacht um Bundesligavolleyball auf höchstem Niveau zu erleben. Und sie wurden nicht enttäuscht, sondern erlebten die spannendste Partie aller Play-Off-Partien:

Moers begann ein wenig konzentrierter gegen die zu Beginn nervösen Bühler und holte sich den ersten Satz. Danach aber fand das Team von Trainer Ruben Wolochin zu mehr Stabilität in der Annahme und setzte seinerseits die Moerser mit guten Aufschlägen mehr unter Druck. Doch der Pokalfinalist hielt auch ohne seine verletzten etatmäßigen Diagonalangreifer dagegen und gab sich nicht geschlagen. Erst den achten Satzball verwandelte der TV Bühl zum Satzausgleich – möglicherweise das spielentscheidende Moment. Diesen Satz, der mit 31:29 an den TV Bühl ging, nutzten die LK'ler zur Spielanalyse: In Kleingruppen wurden die Spielelemente Aufschlag, Annahme, Zuspiel, Block, Feldabwehr und Angriff hinsichtlich Qualität und Effektivität ausgewertet.

Bühl holte sich auch den dritten Satz und konnte sich nach dem verlorenen vierten Durchgang im Tiebreak wieder steigern – vor allem im Mittelblock und hinsichtlich der Angriffseffizienz. Schnell führte Bühl mit 10:3 und 12:5 und ließ sich den Sieg im ersten von maximal drei Play-off-Viertelfinal-Spielen nicht mehr nehmen.