IGS Kastellaun

Dritte Lange Kulturnacht - Die 50er Jahre

Die dritte Lange Kulturnacht an der IGS Kastellaun,

 am 12.12.14, von 18.00 Uhr bis 23.00 Uhr,

diesmal zum Thema die „50er-Jahre“

 

Unsere Besucher erwartet ein bis zu fünfstündiges Erlebnis der Extraklasse!

Show, Tanz, Akrobatik, Film, Ausstellungen, Lesungen eigener Texte, Musik und viel Schauspiel werden entlang der gesamten Schulstraße vom Forum bis zur Cafeteria an 16 Orten geboten.

Trümmerfrauen und Wirtschaftswunder, Rock `n` Roll und Rassismus, Milchbar und Kalter Krieg, Schlager und Halbstarke, Fußball und die Deutsche Teilung, Böll, Ionesco, Sartre, Borchert, Heinz Erhard und das HB-Männchen – es erwartet Sie eine bunte Mischung aus diesem widersprüchlichen Jahrzehnt in unserer Schule, die stilecht dekoriert wird, belebt mit Personen und Persönlichkeiten dieser Zeit.

Sie können sich Ihr Programm selbst zusammenstellen, alle Darbietung dauern zwischen 10 und 30 Minuten, alles wird mehrfach wiederholt.

 

Natürlich ist auch für Essen und Trinken gesorgt, in der Cafeteria serviert unser Pächter Herr Stein zeittypische Snacks und Getränke. Außerdem haben Sie von der Piano-Bar über die Suppenküche bis zur Milchbar „Bella Italia“ die Wahl, wo sie ein wenig verweilen möchten.

 

Und als besonderer Höhepunkt wird MAC bei uns spielen!

 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch –  wenn Sie Lust haben, kommen sie im 50er-Outfit. Machen Sie ruhig Werbung im Freundeskreis, es lohnt sich!

 

Der Eintritt beträgt 4 € für Erwachsene, 1 € für Kinder unter 14 Jahren und IGS-Schüler/innen (Studenten- und allgemeine Schülerermäßigung: 2 €).

 

 

 

Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da

Zwanziger Jahre Band
Multimediashow Tucholsky
Freudenmädchen auf der Berliner Straße
Rosa Luxemburg im Gefängnis
Akrobatiknummer des Sport LK 12
Akrobatiknummer des Sport LK 12
Kunstaustellung Neonbilder
Café Varieté Showgirls
Rotkäppchen als Schattenspiel nach Ringelnatz
Szenische Umsetzung von Karawane von Hugo Ball

Auch in der zweiten Langen Kulturnacht, die den 20er Jahren gewidmet war, präsentierten Schüler und Lehrer der IGS Kastellaun erneut ihr großes und vielfältiges künstlerisches Potenzial. Über 200 Akteure boten bis Mitternacht Musik, Theater, Varieté, Kunst, Akrobatik, Tanz, Gedichtvorträge und vieles mehr.

Wie schon bei der ersten Kulturnacht konnten sich die Besucher aus diesmal 20 verschiedenen Veranstaltungen, die jeweils 15 bis 30 Minuten dauerten und mehrfach am Abend wiederholt wurden, ihr ganz individuelles Programm zusammenstellen. Das aufwändig gestaltete Ambiente an 13 Spielorten, Eingängen und Fluren erleichterte das Eintauchen in die bunte Vielfalt der 20er Jahre.

Auch zwischen den Veranstaltungen konnten die ca. 400 Besucher das Lebensgefühl auf den Straßen einer Großstadt der 20er Jahre nachempfinden, wo als „Lebende Figuren“ Freudenmädchen dargestellt wurden oder auch eine Malerin bei ihrer Arbeit. Man schlenderte an Modegeschäften und einer Nähwerkstadt vorbei, die durch kostümierte Schüler belebt waren. Eine flammende Rede Karl Liebknechts auf den Barrikaden mit anschließender Straßenschlacht gehörten zu den aufregenden Ereignissen, in die der Besucher hineingezogen wurde. Hautnah erlebte man den Aufmarsch der Spartakisten wie der Nationalsozialisten mit.

Gleich daneben der für die Zeit so typische Gegensatz: tanzende Pärchen, scheinbar völlig unberührt von den gleichzeitig stattfindenden politischen Auseinandersetzungen vor der „Bar zum Krokodil“. Die Schüler und Schülerinnen hatten eigens Tanzunterricht in Gesellschaftstänzen der „Goldenen Zwanziger“ genommen und führten den Shimmy vor. Wer dann in die Bar einkehrte, wurde Zeuge einer Unterhaltung berühmter Persönlichkeiten der Zeit, wie z. B. Greta Garbo, Marlene Dietrich, Vicki Baum und Coco Chanel. Die Schülerinnen beeindruckten durch perfekte Kostüme und große Selbstverständlichkeit im Spiel (DS 12).

Der Sportleistungskurs führte eine Akrobatiknummer unter dem Titel James Bond trifft auf Al Capone vor, die immer wieder mit großem Beifall bedacht wurde. Mehrere DS Kurse hatten kleine Theaterstücke vorbereitet, so konnte man Horvaths Einakter „Stunde der Liebe“ sehen (DS 13 Schultze) und das expressionistische Theaterstück „Gas“ von Georg Kaiser (DS 13 Halfmann).

Im Café Varieté, dessen liebevolle Bewirtung die Hauswirtschaftskurse übernommen hatten, wurde dem Publikum 30 Minuten lang eine bunte, humoristische Mischung aus Tanz, Gesang und gespielter Lyrik geboten, eingeleitet und moderiert von zwei Conférencies, die mit sympathisch witzigen Dialogen durch die Show führten (DS 13).

Eine Ausstellung zeigte die Arbeiten des Kunstleistungskurses, in einer Schwarzlichtgalerie sah man neonfarbene Gemälde, man konnte Rosa Luxemburg im Gefängnis erleben, und mit Mitteln des Schwarzlichttheaters wurde eine Ballade inszeniert.

In der Cafeteria spielte die beliebte Dixielandband MAC.

Sehr vergnüglich ging es bei der Aufführung des extra für diesen Anlass zusammengestellten 20er Jahre Orchesters unter der Leitung von Jörg Wilhelmy und Carsten Braun zu.

Zu den Highlights dieser Nacht zählt die Multimediashow „Tucholsky“. Zur Klavierimprovisation von Carsten Braun trug Verena Hortian ein Kurt Tucholsky Gedicht vor. Dieser sehr eindringliche und professionelle Vortrag wurde umrahmt von zwei Ausschnitten aus dem Requiem „Der unbekannte Krieg“ von Carsten Braun, Komponist und Musiklehrer an der IGS, gesungen von der begabten Margareta Köllner. Das Thema Krieg und Frieden wurde visualisiert durch eine Video-Präsentation von Jürgen Schnier.

Das Requiem ist Teil des gleichnamigen Projektes, das 2011 von der Bundesregierung mit dem Preis für kulturelle Bildung ausgezeichnet wurde.

Alle Darbietungen dieser Langen Kulturnacht hatten die Organisatorinnen Claudia Schultze und Ulla Jaeger zusammengefügt und mit Schülern und Schülerinnen, sowie deren Lehrern der Kurse Kunst, Musik, Sport und Darstellendem Spiel in wochenlangen Proben vorbereitet. Unzählige Helfer kümmerten sich um Bühnentechnik, Licht, Ton, Kostüme, Dekoration, Programmhefte und Organisation. Auch Eltern trugen z. B. durch Verpflegung der Helfer zum Gelingen der Großveranstaltung bei. Das Friseurgeschäft Müller übernahm zudem sämliche Frisuren und das Make-up der Darsteller.

Schulleiter Norbert Becker freute sich an diesem Abend über die Möglichkeit, den mannigfaltigen Talenten seiner Schule, die Möglichkeit zu geben, ihre Kunst auch einem weiteren Publikum zeigen zu können.

„Auch und gerade die über die traditionellen Lerninhalte und -formen hinausgehenden kreativen Aktivitäten von Schülern und Lehrern tragen zu einem positiven und integrativen Schulklima bei und werden von unserer Schule besonders gefördert.“

Eine turbulente Kulturnacht fand mit dem spektakulären Feuerwerk des Pyrotechnikers Uli Jaeger seinen Abschluss.

„Was machst Du mit dem Knie lieber Hans?“
„Ausgerechnet Bananen“
Barrikadenkampf Nazis gegen Spartakisten
Shimmy, beliebter Tanz der Zwanziger Jahre
Greta Garbo, Marlene Dietrich, Vicki Baum und Coco Chanel in einem fiktiven Gespräch in der „Bar zum Krokodil“
Szenenbild aus „Stunde der Liebe“ von Horvath
Szenenbild aus „Stunde der Liebe“ von Horvath