IGS Kastellaun

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Skiexkursion 2018 der IGS Kastellaun nach Toblach

Auch dieses Jahr ist die IGS Kastellaun wieder mit vielen Schülern und Schülerinnen der Jahrgangsstufe 11 nach Toblach, Südtirol, in Italien gefahren. 44 Teilnehmer waren es dieses Jahr, die höchste Zahl seit acht Jahren, die sich größtenteils  zum ersten Mal auf Skier gewagt haben. Wie auch die letzten Jahre waren Herr Stefan Scherer und Frau Patricia Senzals Lehrkräfte dabei, wie ebenfalls drei weitere Skilehrer, die auch teilweise schon bei früheren Fahrten dabei waren.

Am Sonntag, den 21.Januar 2018, um sechs Uhr morgens am Busbahnhof der IGS Kastellaun ging es los, allesamt mit müden Gesichtern und dem Verlangen, noch etwas Schlaf zu bekommen oder Mario Kartzu spielen. Angekommen in Innichen,ging es zunächst zum Skiverleih und alle, die noch nie Skischuhe an den Füßen hatten, durften diese –für die Schienbeine doch manchmal schmerzhafte- Erfahrung machen. Anschließend ging es insHostel, das ehemalige Grand Hotel von Toblach, um die Zimmer zu beziehen. Am Ende des Abends haben wir zur Vorbereitung der folgenden Woche einander noch die sogenannten FIS Pisten-Regeln in kurzen Szenen vorgestellt, so dass sie für jede und jeden verständlich im Kopf blieben, damit wir alle wieder gesund und munter nach Hause kommen konnten.

Der erste Tag auf der Piste war für die Anfängerinnen und Anfänger vermutlich der schwerste, doch mittags auf der Hütte hörte man von allen nur Positives und alle wollten trotz leichter Schmerzen unbedingt wieder auf die Skier und den Berg runter. Während die Anfänger übten, irgendwie die Piste hinunterzukommen, feilten Fortgeschrittene und Profis an ihrer Technik und fuhren die verschieden schwierigen Strecken hinunter. Zum Abschluss brausten fast alle in einer gemeinsamen Talabfahrt die Piste runter, wobei natürlich die Anfänger etwas holpriger unterwegs waren. Obwohl alle müde und geschafft vom ersten Tag auf der Piste waren, musste zumindest der Leistungskurs noch die erste Theorie-Einheit zur Biomechanik des Skilaufs absolvieren.Am folgenden Tag war unser zweiter, aber letzter Tag im Skigebiet von Innichen und unserem Hausberg, dem Haunold. Bei den Anfängerinnen und Anfängern nahm das Skifahren schon Formen an und die ersten Slalomversuche konnten gestartet werden. Die Skilehrer tauschten die Gruppen, sodass genügend Abwechslung geboten war und man von verschiedenen Lehrkräften auch unterschiedliche Tipps bekommen konnte. An den folgenden Tagen fuhren wir sowohl mit dem eigenen Bus als auch einmal mit der Bahn ins größere Skigebiet nach Vierschach, welches nicht nur mehr Pisten aufweist, sondern auch verschiedene Herausforderungen im Steilheitsgrad und der Pistenlänge präsentiert. An diesen Tagen wurden die Gruppen täglich neu nach den Leistungsniveaus eingeteilt und die Skilehrer rotierten, sodass Abwechslung garantiert war. Einige Anfängerinnen und Anfänger waren sogar schon am dritten Tag in der Lage, bei den Fortgeschrittenen mitzufahren, andere kamen am fünften Tag dazu.

Mittwochs, am ersten Tag im Skigebiet „Helm“ und „Rotwand“, in dem auch eine der steilsten PistenSüdtirolsmit einem Maximalgefälle von 71% zu finden ist, der sogenannte „Holzriese“, gingen wir nach dem Skifahren am Abend zur Entspannung ins Schwimmbad. Obwohl die Rutsche für viele nicht schnell genug war, hat es doch allen gefallen, denn es war eine willkommene Abwechslung zu den vorherigen Tagen und eine Erholung für die geschundenen Knochen.

Abgesehen vom Skifahren hatten wir auch als Gruppe  viel Spaß, sei es während der täglichen kurzen Busfahrten mit unserem Busfahrer Wolfgang Geiss, mit dem wir uns sehr gut verstanden, im Gemeinschaftsraum oder beim täglichen gemeinsamen Essen. Allerdings schliefen bei dabei zwar einige schon beinahe fast wegen des anstrengenden Tagesein, aber der Rest führte noch rege Unterhaltungen miteinander.“ Und schon war es Freitag und manch einer fragte sich, wo denn die Zeit so schnell hin ist, war man doch gerade das erste Mal in Skischuhe gestiegen und  dennochwurde es Zeit, die Koffer wieder zu packen. Sachen wurden gesucht, Koffer mussten irgendwie zugemacht werden, und man fragte sich, wie das denn alles  auf der Hinfahrt in die Tasche gepasst hat. Doch am späten Freitagabend, als die Gruppe zum letzten Mal zum Berg aufbrach, um samt Stirnlampen zum Flutlichtrodeln zu gehen, waren die Koffer so gut wie fertig und die Zimmer fast sauber. Das Nachtrodeln war der perfekte Abschluss dieser Exkursion, denn es hieß, ein letztes Mal zum Haunold nach Innichenzu fahren, auf die Schlitten zusteigen und die 3 Kilometer lange Rodelstrecke durch den Wald herunter zu düsen. Für die „Angsthasenwar das eine kleine Überwindung, aber spätestens nach der ersten Abfahrt hat es großen Spaß gemacht und alle sind schnellstmöglich wieder in den Sessellift gestiegen, um nochmal runter zu rodeln. Doch der sonst so zuverlässige Lift hatte bei der letzten Fahrt einige Stromausfälle, denen wir jedoch zuerst keine weitere Beachtung schenkten, denn es war nicht unüblich, dass dieser ab und zu mal kurz anhielt. „Doch als wir in unser Hostel zurückkehrten, mussten wir feststellen, dass im gesamten Ort der Strom ausgefallen war“, so Hannah Rosenbach. So duschten wir im Dunkeln, im Lichtkegel der Stirnlampen, teilweise mit eiskaltem Wasser.

Die Rückfahrt trat die Gruppe am Samstagsmorgen gegen sechs Uhr an. Obwohl alle natürlich auch traurig waren, nach Hause zu fahren, freuten sie sich doch auf ihre Familien und Freunde.

Auch dieses Jahr war die Skiexkursion nach Toblach wieder ein voller Erfolg. Alle kamen ohne größere Verletzungen, jedoch mit vielen neuen Erfahrungen wieder in Kastellaun an und „wir sind uns einig,“ so Hannah Rosenbach, dass wir auf jeden Fall wieder auf Skiern stehen möchten.Ein großes Lob geht an alle Skilehrer, die uns in den fünf Tagen das Skifahren beigebracht haben, auch wenn wir uns am Anfang beschwert haben, dass die Pisten ja so steil sind, sie jedoch, wenn man dann unten angekommen ist, nur noch halb so schlimm aussahen. Danke für die Geduld, die Sie in uns gesteckt haben, wenn wir lieber die einfachere Piste runter gefahren sind, anstatt die steilere, die wir aber eigentlich schon geschafft hätten.Vielen Dank!“

Hannah Rosenbach