IGS Kastellaun

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Aus Schülersicht: Kastellaun geht online

Maximilian Merg beim Homeoffice

Unterricht in Corona-Zeiten: IGS Kastellaun geht online          2.4.2020

 Eine neue Herausforderung für uns alle

 Das Coronavirus verändert den Alltag aller. Wir alle sind besorgt und stellen uns viele Fragen. Wie viele Menschen werden noch schwer erkranken? Wird das Virus auch jemanden treffen, der mir lieb ist? Wie lange werde ich meine Familie und Freunde nicht mehr wiedersehen? Was wird aus meiner Ausbildung oder meinem Job? Wie wird unser Land das alles wirtschaftlich verkraften? Wie soll ich Arbeit, Haushalt, Kinder und deren Aufgaben unter einen Hut bringen? Wie soll ich das alles schaffen?

Wir alle sind mit einer großen Herausforderung konfrontiert und erleben eine Zeit, die beruflich wie privat einschneidend ist. Unser Alltag hat sich vollkommen verändert.

Für Schulen bedeutet dies konkret: digitaler Unterricht. Lehrer bereiten Materialien und Aufgaben zu Hause vor und leiten sie über das Internet an ihre Schüler weiter.

An der IGS Kastellaun hat die stellvertretende Schulleiterin Bettina Hampel schnell und umsichtig reagiert, als sich die landesweite Schulschließung andeutete, und auch nun sorgt sie für eine gute Kommunikation. Dank des Engagements der Kollegen Jo Eckstein und Torsten Scherb konnten wir tatsächlich schnell online gehen und die Schüler mit Aufgaben versorgen, wie es von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion gefordert wird.

Doch es läuft bei weitem noch nicht alles rund und wir alle müssen noch viel dazu lernen, auch – oder besonders – wir Lehrer. Es ist schwierig, unbekannte Medien zu nutzen, Aufgaben online zu stellen und abzuschätzen, was unsere Schüler gerade zu Hause alleine leisten können. Manche Schüler erledigen ihre Aufgaben vor dem Abgabetermin, manche reichen auch auf Nachfrage hin ihre Aufgaben nicht ein, andere stellen viele Fragen oder scheinen den online-Kontakt emotional zu brauchen, von wiederum anderen hört man gar nichts. Dann fragen wir Lehrer uns schon, was bei den betreffenden Schülern gerade los ist – Lustlosigkeit, Überforderung, Stress zu Hause, Sorgen und Ängste?

Wir bemühen uns, alles im Blick zu haben, doch das ist schlichtweg nicht möglich. Deshalb sind wir dankbar für die Rückmeldungen, die wir bis jetzt von Eltern und Schülern bekommen haben. Diese sind enorm wichtig. Also möchte ich an dieser Stelle eine Bitte an alle Eltern und Schüler richten: Wenn wirklich etwas nicht funktioniert, dann melden Sie sich oder ermutigen Sie ihre Kinder, uns Lehrern zu schreiben!

Ich bin zuversichtlich, dass wir sinnvolle Lösungen finden können, wenn wir Verständnis füreinander aufbringen und im Kontakt bleiben. Die Einschränkungen, die das Coronavirus mit sich führt, erfordern von uns allen eine große Umstellung. Meine kleine Nichte, eine Grundschülerin, formulierte dies während unseres Telefonats am Sonntag, als ich sie nach ihrem neuen Lernalltag zu Hause fragte, so: „Es ist ungewöhnlich, aber ein bisschen habe ich mich schon dran gewöhnt.“

Wir alle werden uns noch an vieles gewöhnen müssen und wir freuen uns schon jetzt wieder auf einen gemeinsamen Schulalltag an der IGS Kastellaun.

Von Ines Roth

 

Beitrag aus Schülersicht (Maximilian Merg, 10c - IGS Kastellaun)    2.4.2020

Die aktuelle Situation bringt nicht nur eine große Herausforderung für Unternehmen, Verwaltungen und Regierungen, sondern auch für Schulen und besonders auch für deren Schüler.

Da sich unsere Schule bereits früh genug auf einen möglichen Unterrichtsausfall vorbereitet hat, war es zeitnah möglich passende Arbeitsaufträge von den jeweiligen Lehrern zu erhalten und den Unterricht ins „Homeoffice“ zu verlagern, um auf Dauer nicht zu viel wichtigen Inhalt zu verpassen.

Anfangs war es für mich und auch für viele meiner Mitschüler eine große Herausforderung den neuen Alltag so zu strukturieren und den riesig wirkenden Berg an Aufgaben auf die zur Verfügung stehenden Tage zu verteilen, dass man nicht von ihm erdrückt wird. Doch bereits nach ein paar Tagen hat sich alles normalisiert und seinen mehr oder weniger gewohnten Lauf genommen.

Die Lehrer lassen uns passend zum geltenden Stundenplan Aufgaben zukommen, die wir dann  bis zur jeweils nächsten Stunde bearbeiten können. Dieser Prozess läuft zu unserem Vorteil vollkommen digital ab und wird über eine Onlineplattform abgewickelt, zu der jeder Schüler Zugriff hat. Von dort aus können wir die Arbeitsaufträge herunterladen, sie bearbeiten und anschließend zur Prüfung oder Benotung wieder hochladen.

Ein großer Vorteil hierbei ist, dass die Lehrer jederzeit für Rückfragen über die Plattform zur Verfügung stehen und bei Schwierigkeiten Hilfestellung bieten können.

Mittlerweile komme ich persönlich sehr gut mit der Situation klar und muss sagen, dass ich tatsächlich ein wenig von der Lage profitiere, da ich Unterrichtsinhalte, die ich mir von zu Hause aus aneigne, besser verstehe und sie mir daher besser dauerhaft merken kann.

Vereinzelt gibt es jedoch auch Schüler, die sich mit der Bearbeitung der Aufgaben etwas schwer tun, da sie mit der Onlineplattform nicht so gut klar kommen wie andere.

Zusammengefasst ist der Unterrichtsausfall, der von den Medien gerne als „Corona-Ferien“ bezeichnet wird, gar kein richtiger Ausfall, da wir dem Unterricht weiterhin von zu Hause aus folgen. Die Lehrer sind weiterhin für Fragen erreichbar und versuchen den zu vermittelnden Inhalt an die Schüler zu bringen.

Wir haben aktuell die Möglichkeit eine ganz neue Art und Weise von Unterricht zu entdecken und sollten versuchen so viel wie möglich aus der Sache zu lernen und mitzunehmen auch wenn sich natürlich niemand freiwillig in dieser Lage befindet.

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